00:00:01:
00:00:09: So, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Munich Next Level.
00:00:14: Wo auch immer du dich gerade befindest auf dem Fahrrad im Sessel am See beim Spaziergang im Wald heute geben wir dir was mit?
00:00:25: Was dir auf jeden Fall viel ... Bereicherung geben wird für dein Leben in München, denn wir reden mal wieder über Wohnen.
00:00:34: In München und in der Region Und wir haben ja bisher immer viel über München die Stadt München gesprochen.
00:00:41: Aber Muckbo kümmert sich natürlich auch um die ganze Metropolregion wie es so schön heißt und deshalb reden Wir heute auch Mal über das um München herum und Über Das wohnen und leben in Münchern herum.
00:00:52: und da gibt Es Natürlich eine Person auf die man dann sehr schnell kommt wenn Man Sich Darum kümmert und damit beschäftigt, wie man denn eigentlich Wohnen, Leben arbeiten im Umland von München gut gestalten kann, besser machen kann.
00:01:07: Und in dem Sinne dieses berühmten Change- und Wandels der Bauwirtschaft und der Immobilienbranche ein bisschen besser machen können.
00:01:15: Da kommt man auf Max von Bredow vom Unternehmen Max Von Bredo Baukultur und ehemals als Quest bekannt.
00:01:26: Und diesen Max von Bredo begrüße ich heute für euch hier bei uns im Muckbock Clubhouse, hallo Max!
00:01:33: Hallo Marco, danke für die Einladung.
00:01:35: Schön dass du Zeit gefunden hast und auch gerade schon gesagt hast, du gehst nicht zu jeder Einladungen weil sonst könntest du dich auch irgendwie den ganzen Tag beschäftigen Interviews zu geben und über Vergangenes zu reden.
00:01:46: bist lieber auch der Machende und Treibende in deinem Unternehmen, um neue Dinge voranzubringen.
00:01:53: Und so gesehen ist das jetzt auch das erste Mal dass wir dich in einem Podcast hören können und darum ist es sicherlich sehr spannend was hier erzählt wird über Das ganze Thema Baukultur, wie wollen wir bauen?
00:02:06: Wie wollen wir wohnen und leben?
00:02:08: Also ein Thema das uns alle täglich umtreibt.
00:02:11: Insbesondere in diesen Zeiten in denen die Wohnungsnot immer größer wird der Zuzug nach München nicht stoppen wird und wir irgendwie an Lösungen arbeiten müssen.
00:02:23: Natürlich erwarten wir nicht dass Max die Lösung für uns hat Aber vielleicht hilft er uns auf Ideen zu kommen.
00:02:29: Auf jeden Fall werden wir spannende Projekte hören, die man gar nicht so erwartet hätte, die viele vielleicht auch noch nicht kennen und eine Idee geben wie man arbeiten, bauen, wohnen leben kann in der Zukunft.
00:02:42: Und wenn wir schon in der zukunft sind lassen wir uns von Max gerne mitnehmen In seine Zukunft vielleicht ins Jahr... Wir müssen mal immer ein bisschen aufstocken vielleicht im jahr, zwanzigvierzig.
00:02:53: inzwischen Bewegst du dich
00:02:56: durch
00:02:57: München oder durch die Region?
00:02:59: Du kannst dir den Ort frei auswählen und schaust, was sich bis dahin verändert hat.
00:03:04: Und blickst so ein bisschen, sinierst so'n bisschen zurück... ...was eigentlich in den letzten Jahrzehnten passiert ist,... ...dass du dich jetzt in dem Moment befindest, zu dem du uns jetzt
00:03:14: mitnimmst.".
00:03:16: Also ich sehe die Metropolregion München in, sagen wir mal, zwei Tausend Vierzig, zweitausend Fünfzig.
00:03:24: sehr positiv!
00:03:25: Und ich wünsche mir, dass wir das Wachstum des Wirhaben als Chance begreifen und auch als Qualitätstreiber.
00:03:34: Heute haben viele Menschen irgendwie Angst vor dem Wachs-Tum, ordnen es negativ ein – und dieses Wachsstum bringt aber eine wahnsinnige Gestaltungskraft und Gestaltungsmöglichkeiten mit sich.
00:03:47: Ich sehe auch, nicht nur um die Wohnung kümmern, also um die vier Wände mit der Toilette und dem Wohnzimmer und der Küche.
00:03:56: Sondern dass wir das ganze Vernetzter sehen, dass wir viel stärker in Quartieren denken und dass es viel mehr Orte gibt für Gemeinschaft, für Aufenthalt und auch für Erholung weil das kommt heutzutage viel zu kurz.
00:04:12: Wir denken immer nur an die Wohnung aber da wo wir uns dann gemeinsam treffen an denen an den Ort wird nicht gedacht.
00:04:20: Und ich glaube auch, wir werden viel mehr in Holz bauen und nicht nur in Holz sondern Holz aus unserer Region weil wir sehr viele Holz bei uns haben.
00:04:31: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff es ist ökologisch es ist kreislaufgerecht und wenn ich mit Holzbau produziere ich überhaupt keinen Abfall.
00:04:39: also das ist einfach ein genialer Baustoff muss ich sagen dem ich mich inzwischen auch verschrieben habe.
00:04:47: Wir werden erleben, dass wir eine ganz andere Mobilität haben.
00:04:52: Da noch mal einen Schritt rausgehen aus dem Thema ÖPNV suchen, wie wir es bis jetzt haben.
00:04:59: Dass man da S-Bahnfahrer und Busfahrer haben.
00:05:03: Wir werden Rufbus-Systeme haben, wo ich aufm Handy sage bitte hol mich ab!
00:05:07: Und das ist aber praktisch ein Roboter-Rufbus.
00:05:11: Wir wären autonom fahren der Autos haben.
00:05:13: also wir bekommen komplett andere Möglichkeiten Und dadurch haben wir natürlich auch viel weniger Autos, die irgendwie abgestellt werden müssen und geparkt werden müssen.
00:05:23: Dadurch wird wahnsinnig viel Platz und Raum gerade in den Städten frei.
00:05:28: Das eröffnet wahnsinnige Möglichkeiten.
00:05:33: Die Metropolregion München ist ja auch ganz schön groß.
00:05:36: Es sind nicht nur gebautes Umfeld, es ist auch ganz viel Natur- und Landwirtschaft.
00:05:42: Ich glaube, die Landwirtschaft wird ganz viel diverser... Es werden viele unterschiedliche Früchte und Gemüsesorten angepflanzt.
00:05:51: Und wir werden uns viel stärker selber versorgen, und wir werden auch Energieautag.
00:05:57: Wir werden unsere Energie selber produzieren ohne fossile Brennstoffe.
00:06:01: Wie denn?
00:06:03: Das ist eine spannende Frage!
00:06:04: Jetzt bauen die in Garching einen Fusionsforschungsreaktor.
00:06:10: Kernfusion ist schon ein brutal spannendes Thema weil du ja wenn du das hinkriegst stabil dass du diese Atome fusionierst, du hast praktisch unendlich Energie ohne Abfall.
00:06:23: Und ich glaube wir tun uns auch so schwer mit der Vorstellung und daran zu glauben weil es einfach unvorstellbar ist.
00:06:28: Aber gerade das Unvorstellbare... Das ist ja das Spannende!
00:06:33: Das was wir uns heute noch nicht vorstellen können.
00:06:38: Wenn man da jetzt überlegt wie kommen wir denn dahin?
00:06:40: Dazu müssen wir mal feststellen dass das so wie wir es jetzt heute machen, dass wird es auch loslassen müssen.
00:06:48: Dass wir uns hinter uns lassen dürfen und dass wir in eine Transformationsphase einsteigen.
00:06:56: Und die Menschen dürfen in den Transformationsmodus kommen wo sie sich auch eine positive Zukunft vorstellen können.
00:07:07: Also viele wenn du fragst Wie sieht denn deine Zukunft aus?
00:07:10: Dann sagen die Ja, am liebsten so wie heute.
00:07:15: Und vielleicht noch ein bisschen weniger Stau und bessere Luft und niedrigere Mieten aber sonst bitte keine Veränderung und das ist ja keine echte
00:07:25: Zukunftsvision.
00:07:26: Wie kriegt man den Menschen in den Transformationsmodus?
00:07:29: Was ist das für dich?
00:07:32: Ich glaube es ist eine der... Das ist krass, dass wir im Podcast jetzt standaren kommen gleich auch ganz am Anfang.
00:07:39: Weil ich glaube das eine der größten Herausforderungen und Themen in der Gesellschaft.
00:07:44: Dass wir es irgendwie schaffen, dass die Menschen sich selber vor ihrem geistigen Auge ein positives Zukunftsbild zeichnen.
00:07:53: Weil die meisten können das nicht.
00:07:56: Ja eigentlich
00:07:56: haben sie ja immer Angst.
00:07:58: Ja?
00:07:58: Angst vor Veränderung... Und am liebsten wollen wir, dass das so bleibt wie es ist oder vielleicht sogar noch zurück.
00:08:04: Also unter Grundsätzlich man lernt es ja auch in den Medien wenn ich lese dann lese ich immer was alles schlechter wird also des Klima.
00:08:12: Ich habe bald keine Arbeit mehr durch die KI und entweder wir sterben aus oder werden übervölkert.
00:08:22: Die guten Nachrichten das ist ja auch mit dem Thema im Journalismus.
00:08:25: der berühmte konstruktive Journalismus die im Muckbuch sich verschrieben hat Ist ja auch eine Reaktion darauf sozusagen, wir zeichnen Lösungen.
00:08:33: Deswegen schaue ich ... Also, ich lese fast keine Zeitung.
00:08:38: Nachrichten sowieso nicht.
00:08:40: Weil ich da ... Ich bin sehr sensibler und empfänglicher Mensch.
00:08:43: Und es reißt mich dann nur runter.
00:08:45: Und ich ... Ich lese das gar nicht!
00:08:50: Ich weiß was ... Die Tagessassilien-Nachrichten
00:08:52: ... Ich leh
00:08:53: so ein bisschen das, was notwendig ist damit ich nicht irgendwie... Also, dass ich noch gesellschaftsfähig bin.
00:09:00: Aber wenn du das die ganze Zeit liest, du kommst ja in den total negativen Grundmodus und dann glaubst du ja irgendwie jetzt ... Du wirst unmächtig!
00:09:10: Weil du hast es gar nicht in der Hand.
00:09:12: Und die Frage ist ja kann ich als Max von Bredo was am Ukraine-Krieg ändern?
00:09:20: Ja vielleicht ein bisschen... Und was kann ich irgendwie daran ändern, dass der Trump Island haben will?
00:09:28: Ja gar nichts kann ich da ändern.
00:09:31: Ich kann aber so viel ändern in meinem Leben und es ist ganz ermächtigend wenn man sich auf das konzentriert, was man ändern kann.
00:09:41: Ganz nämlich total viele Ändern in deinem direkten Umfeld.
00:09:45: und ja über Immobilienprojekte sowieso Zeitung lesen ist ja so ein Konsummodus.
00:09:55: Und du konsumierst noch was Negatives, was leider Realität ist und ich schaue immer dass sich von diesem Konsum Modus in den Schöpfer-Modus kommen weil das schöpfere ist ja das schöne am Leben und auch das wodurch wir uns selbst ausdrücken.
00:10:13: Der Transformationsmodus hat einen starken Anteil des Schöpfenden sozusagen
00:10:18: Ja, das gehört zusammen.
00:10:20: Ich kann natürlich was schöpfen sozusagen gleichbleibend schöpferisch tätig sein.
00:10:26: also ich kann jetzt immer... ich weiß nicht warum?
00:10:31: Ich habe jetzt so einen Porzellanteller hersteller gerade von Kopf und der produziert immer den gleichen Teller.
00:10:38: aber du kannst natürlich auch etwas anderes produzieren.
00:10:40: Du kannst nur sagen jetzt mache ich keine Teller mehr, jetzt mach ich mal eine Vase Und wenn du im Schöpfermodus bist Und im Transformationsmodus, das ist wahrscheinlich das Allerspannendste.
00:10:51: Das muss man natürlich auch mit Widerstand rechnen.
00:10:54: Das ist klar in der Gesellschaft.
00:10:56: Ja, das lernt man als Bauherr sehr schnell und wahrscheinlich ist es deshalb besonders interessant dass viele deiner Kollegen haben ja durchaus kein positives Bild mehr von der Gesellschaft weil man überall immer nur auf Veränderungsverhinderer trifft?
00:11:15: gut in dieses Thema rein, wenn man an die positive Zukunft denkt oder sagt, man hat so viele Menschen.
00:11:22: In der Gesellschaft oft ja auch vielleicht Folge einer überalterten Gesellschaft?
00:11:27: Dass ich insbesondere oft erlebe dass viele ältere Menschen auch Veränderungen im Umfeld verhindern wollen.
00:11:33: vor allem haben sie oft genug Geld um zu klagen und genug Einfluss umzumobilisieren.
00:11:39: ist das auch ein Thema wo man sagt Schwierig.
00:11:49: Ich glaube, das muss man ganz differenziert sehen.
00:11:55: Wir haben auch ... Wenn wir Bauprojekte machen, haben wir auch Gegner natürlich, weil da entsteht was Neues.
00:12:04: Was ich so nicht kenne vielleicht entsteht es genau auf der Wiese südlich von meiner Terrasse und heute sehe ich noch die Berge und in Zukunft vielleicht nicht mehr.
00:12:17: es kann sein, dass neue Menschen kommen.
00:12:19: Es kann sein das mehr Verkehr entsteht ... Ich hab ne Baustelle.
00:12:25: Es sind ja viele so.
00:12:28: was ich an Sorgen dann habe ist berechtigt und die Menschen hinter Fragen stärker weil sie jetzt mal grundsätzlich total positiv finde.
00:12:39: Weil die Menschen machen sich Gedanken über ihr Dorf und ihre Stadt Und Sie haben Gestaltungswillen.
00:12:46: irgendwie Das hat mir mal jemand gesagt.
00:12:51: Also das Grundstück hat schon uns gehört und dann sagt einer aus dem Dorf, was haben sie denn jetzt vor wenn Sie unsere Wiese bebauen?
00:13:01: Und also eintrungsrechtlich ist meine Wiese aber es hat ganz toll gezeigt wie die sagen hättest du unser Ort unsere Sache und wir wollen das von dir genau wissen oder wir wollen sogar mitreden.
00:13:18: Das finde ich total positiv.
00:13:21: Und am Ende des Tages hast du immer gesagt, also wenn du statistisch zehn Menschen nimmst zwei finden alles total doof was du machst und egal was du machst die findest total douf.
00:13:33: Zwei finden es total mega was Du machst auch egal was Du machten und die restlichen sechs sind eigentlich irgendwie neutral und wenn das den gut erklärt dann sind sie total einverstanden.
00:13:44: Und weil's ja jetzt total oft passiert ist diese zwei Negativen Die werden laut.
00:13:53: Und die konzentrieren dann auch viel Aufmerksamkeit auf sich, die zwei Positiven oder dies total cool finden, die sagen gar nichts und die Neutralen auch nicht.
00:14:03: Und plötzlich hast du das Thema dass ganz viele um diese Zwei kreist... ...die Negativsinten sind aber nur zwei!
00:14:12: Aber die sind dann halt letztlich in der Zeitung und die nehmen dann relativ viel Raum ein.
00:14:18: Das ist eine spannende Übung selber zu sagen Stopp, das sind zwei.
00:14:25: Da gibt es noch acht andere.
00:14:28: Deswegen muss ich und die haben diese acht anderen die Die haben vielleicht auch noch total gute Ideen und mit denen rede ich jetzt nicht.
00:14:35: Ich lasse mich nicht unbedingt von diesen Zwei irgendwie runterreißen oder in eine falsche Richtung lenken.
00:14:43: Sondern ich geh weiter auch meinen Weg Auch wenn ich deren Bedürfnisse und Sorgen ernst nehmen oder wahrnehmen.
00:14:49: Genau,
00:14:49: wie gehst du mit den zwei um?
00:14:51: Weil es gibt ja durchaus Menschen die sagen dann ... Wie du auch sagtest, die sind ja sowieso dagegen.
00:14:58: Wohnt es sich, mit denen Gegnern in den Austausch zu gehen?
00:15:04: Ja also das lohnt sich immer!
00:15:06: Und ich mache immer dieses Gesprächsangebot und ich treff mich auch immer mit ihnen her.
00:15:13: Ich sag komm vorbei lass uns reden meine Tür steht immer offen Ich besuche dich, je nachdem was dir lieber ist.
00:15:23: Manchen geht es dann auch viel besser weil die so merken okay das ist ein ganz normaler Mensch mit dem kann man reden und das ist nicht irgendwie so.
00:15:30: ein Investor aus Frankfurt... Mit Geld aus.
00:15:34: Ganz normaler Menschen!
00:15:37: Und der versteht uns.
00:15:38: und manchmal kommen dann auch mehrere Treffen zustande und manchmal dann halt auch nicht.
00:15:45: aber das Gesprächsangebot Es ist immer da.
00:15:48: Und klar, es gibt natürlich Dinge ... die sich vielleicht jemand wünscht...
00:15:57: Hast du denn da ein Beispiel?
00:15:59: Wo es mal gelungen ist, Gegner zu Befürwörtern zu machen?
00:16:05: Also von ... es gibt ganz viele Beispiele wohl das sozusagen die sechs Personen aus der Mitte wo sie zu Beführwörter geworden sind.
00:16:12: ja Aber da brauchst du nicht so wahnsinnig viel Energie rein geben, diese zwei die sowieso dagegen sind umzukehren.
00:16:21: Das wäre auch ein Fehler weil da längste deine Energie einfach auf was falsch ist.
00:16:26: und wir machen ja ganz viele Bürgerbeteiligung bei unseren Projekten.
00:16:31: Und dann merkst du schon okay das fängt Die Bürgerbetteiligung fängt an und am Anfang ist manchmal noch so eine Spannung in der Luft Weil die Leute sagen, jetzt ist mir nicht genau was passiert.
00:16:45: Die von der Max-Vom-Bredo-Bau-Kultur sind nette oder doof?
00:16:49: Oder ist das eine Fake-Veranstaltung hier?
00:16:53: Dann merkst du so wie sich das löst und wie man mit den Leuten ins Gespräch kommt.
00:16:59: Und in der Pause noch mal ein Bier mit denen trinkt.
00:17:02: Und dann kommst du auf Augenhöhe und redest miteinander ... Wenn du Nachbar bist, kannst du mit dem Architekt am Modell stehen und mit dem darüber reden.
00:17:16: Und dann verstehen die da auch den Architekten wieder besser.
00:17:20: also es wird einfach ganz viel gegenseitig erklärt und ist ja auch so man nimmt sich einfach mal gegenseitung war und jeder merkt dass der andere auch irgendwie einen Raum beim anderen hat und einen Platz hat das er ernst genommen wird.
00:17:35: und jeder sagt wie er sieht und wir kommen oft danach Noch zu guten Lösungen.
00:17:42: Das frage ich mich oft, wenn man ... Wir kommen auch noch mal dazu.
00:17:45: Was macht so ein Bau her?
00:17:48: Nenn ich jetzt einfach mal einen Projektentwickler eigentlich und was macht ihn erfolgreich?
00:17:52: Die Fähigkeit ist wahrscheinlich nicht nur dass er ein Ingenieurstudium hat, das du zum Beispiel hattest und der dann noch Jurist geworden ist wie der Dr.
00:17:59: Max von Bredo, der seinen Abschluss in der Juristerei gemacht hat.
00:18:03: Ich
00:18:03: bin kein Jurist.
00:18:04: Aber es steht überall.
00:18:06: Wir schreiten sowas.
00:18:07: Jurist-Doctor?
00:18:09: Nee.
00:18:09: Auch nicht!
00:18:10: Ich bin Maschinenbau-Engineer.
00:18:11: Hast du keinen Doktor dran gehängt?
00:18:12: Doch,
00:18:13: im Maschinbau!
00:18:13: Aber im Maschenbau, ah sehr gut, also dann ist da eine falsche Influenz
00:18:17: ... Aber es wäre gut gewesen, wenn ich noch Jurist gucke.
00:18:19: Ja,
00:18:19: Juriste rein darf dich mit draufsandeln, das ist nicht schlecht.
00:18:22: aber neben den Paragrafen geht es vermutlich auch um das Thema Empathie und Psychologie.
00:18:30: Also wenn Du gerade beschreibst worum's da geht, dann geht sie ja auch die andere Seite zu sehen Und mit denen zu reden.
00:18:37: Was ist da eigentlich Das, was ein erfolgreicher Projektentwickler von einem Unerfolgreichen unterscheidet bei diesen Soft Skills.
00:18:48: Also ich glaube es ist für mich ein Vorteil dass ich gar nicht aus dieser Branche gekommen bin weil mir hat nie einer so... Ich habe nie so den Trichter am Hirn gehabt wo einer etwas reingeworfen hat und gesagt so wird's gemacht sondern ich musste mich von Anfang an auf meine eigene Intuition verlassen Und ich hab das dann immer so planen lassen und bauen lassen, wie es mir selber auch gefällt.
00:19:16: Wenn ich eine Wohnung sehe, frage ich mich immer, würde ich da selber wohnen wollen?
00:19:20: In ein Quartier würd' ich da selbst einziehen oder diesen Kaufpreis bezahlen.
00:19:25: Das ist mein Maßstab.
00:19:27: Ich bin immer so mein eigener Kunde.
00:19:32: Viele legen sich dann selber Regeln auf ... gegen die habe ich immer alle verstoßen, und es hat trotzdem super geklappt oder vielleicht gerade gut.
00:19:44: Und ... Mai am Ende kommt's immer stark auch auf den Menschen drauf an.
00:19:50: Ich bringe mich ja selbst zum Ausdruck in den Projekten, die ich mache.
00:19:55: Das ist Max von Bredow Das ist halt mein Ding und ich mach das so wie mir es gefällt und mich freut es dass vielen Menschen das gefällt was mir gefällt.
00:20:03: Da gibt´s halt eine Gemeinsamkeit Und wenn du Bürgerbeteiligung machst, kannst echt auch viel von den Bürgern lernen über den jeweiligen Ort.
00:20:18: Wenn du sagst man kann es viel von dem Bürgeren lernen, gibt's da Beispiele, Erlebnisse die dich besonders beeindruckt haben?
00:20:26: Oh ja.
00:20:27: also da gibts eine Sache an die ich mich spontan erinnere.
00:20:32: das war in Bad Fallenbach.
00:20:34: Da haben wir den Tannenhof gemacht Und wir machen bei der Bürgerbeteiligung immer eine Ideenwerkstatt.
00:20:41: Das ist dann so ein ganzer Tag und dann kommen die Senioren, dann kommen Kinder aus der Schule und abends ist er noch mal offen für alle.
00:20:48: Dann gibt es eine Planungswerkstätte, wo wirklich geplant wird.
00:20:51: In der Ideen- Werkstatt waren dann Jugendliche da.
00:20:55: Der damalige Bürgermeister Anton Wallner saß neben mir und dann haben wir mit ihnen geredet.
00:21:02: Er war so fünfzehn Jahre alt und hat erzählt, Wir haben kein Platz in der Gemeinde.
00:21:09: Wenn wir irgendwo hingehen und uns hinsetzen, dann verscheuchen uns die
00:21:13: Leute.".
00:21:13: Und da habe ich mir noch das Wahnsinn, es gibt's ja gar nicht!
00:21:17: In so einem Dorf ist du schon verscheucht?
00:21:20: Und dann hat er gesagt,"Ja, wir können nicht immer ins Café Steffanies gehen und uns eine Cola für drei Euro fünfzig
00:21:26: kaufen!".
00:21:27: Dann hab' ich mir gedacht,"Ja genau, weil ich bin halt schon sieben Vierzig hab genügend Geld.
00:21:34: Ich kaufe mir einfach eine Cola, wenn ich hier sein
00:21:35: will.".
00:21:36: Und das hat mich dann ... Das Thema ist du verlierst ja selber den Blick.
00:21:40: Wie ist es als Jugendlicher?
00:21:42: Und ich weiß nicht wie's als Achtzig- oder Neunzigjähriger is'.
00:21:45: Ich bin einfach siebenvierzig und Familienvater.
00:21:48: Das war sich gut im Blick ab.
00:21:50: Es war irgendwie so erhellend.
00:21:52: Da hab' ich mir gedacht Boah da!
00:21:54: Da müssen wir echt was
00:21:55: machen!".
00:21:56: Dann kamen noch Senioren, die haben praktisch das Gleiche gesagt.
00:21:59: Die haben auch gesagt, wir können nicht jedes Mal unseren Cappuccino kaufen und ein Stück Kuchen.
00:22:05: Und dann ging es um so einen Ort, der konsumfrei ist...
00:22:07: Der dritte Ort schon wieder!
00:22:08: Der berühmte Dritte Ort.
00:22:11: Dann haben wir in dem Projekt die Geburtsstunde vom Bad Feinbacher Wohnzimmer.
00:22:16: Was ist das?
00:22:18: Das ist im Tannenhof.
00:22:20: Das ist ca.
00:22:21: hundert Quadratmeter groß.
00:22:23: Hat eine behinderte gerechte Toilette, hat eine Küche ...und ist eingerichtet wie ein Wohnzimer.
00:22:28: Und hat ne große Terrasse mit Stühlen.
00:22:30: Es gibt auch so einen großen Fernseher.
00:22:34: Also wie ein Nachbarschaftstreff in einem Privatwirtschaftlich
00:22:38: ... Ja, erkläre ich gleich noch.
00:22:41: Also es können alle benutzen und die Bewohner in unserem Quartier benutzen.
00:22:44: Und können alle Bad Fallenmacher-Bürger benutzen.
00:22:47: Die melden sich da einfach an.
00:22:50: Es gibt Sachen, also so sein Jurntreff und so, das kostet glaube ich gar nichts.
00:22:54: Und es gibt halt wenn du's privat nutzen willst oder für eine Fortbildung oder eine Feier dann bezahlst ganz bisschen was.
00:23:01: Das haben wir auch komplett ausgestattet.
00:23:04: Und da war dann die Frage, wem gehört es eigentlich?
00:23:07: Auch wem geben wir das?
00:23:09: und wir haben's für den ganz geringen Betrag an die Gemeinde Bad Feinbach verkauft.
00:23:15: weil ich auch gesagt habe, da ist es in guten Händen.
00:23:18: Weil es gibt immer einen demokratisch gewählten Gemeinderat Da ist immer jemand da und der Gemeinderate ist dem Gemeinwohl verpflichtet und nichts anderem.
00:23:27: Der wird jetzt nicht irgendwie Ökonomisch verwerten.
00:23:31: dann und dann haben wir das denen gegeben.
00:23:35: Und wir hatten letztes Jahr waren zwei Hundert vierzehn Veranstaltungen im Bad Veil-Wasser Wohnzimmer, und die haben jetzt schon Ende Februar, haben sie schon hundert Buchungen für dieses Jahr also des Wächsts und Gedeiht, hängt an zwei Damen, die das machen und funktioniert total gut.
00:23:56: und da gab es am Anfang auch viele Zweifel ob das denn genutzt wird und angenommen wird.
00:24:03: Und es ist mega, meine Erfahrung ist wenn du den Menschen einen Raum gibst dann nutzen die den
00:24:11: auch?
00:24:11: Ja ich mein früher waren sie ja Vereinsheime oder auch Kirchenräume.
00:24:16: Das ist jetzt vielleicht am Land ja sowieso auch eher noch verbreitet.
00:24:19: aber in München haben wir ja auch gerade die große Diskussion mit den ganzen dritten Orten.
00:24:24: eben Die Volkshochschule macht viel Stadtbibliothek macht viel um diese Gemeinsamkeit wieder zu schaffen.
00:24:30: Und das passt vielleicht auch zu diesem, wo man am ehesten so eine Transformationsbereitschaft hinbekommt, wenn die Menschen noch zusammenkommen und sich auszutauschen.
00:24:40: Nicht nur konsumieren ihre Timelines an den Handys oder die ältere Generationen ihre Tageszeitung und sich dann nur darüber aufregt ohne sich auszuschauen.
00:24:52: Aber ich wollte nochmal kurz zum Thema Mobilität kommen ... Das fand ich ganz interessant, so als Seitenaspekt gerade wieder auch für die Metropolregion München.
00:25:02: Du hast gesagt eben in der Stadt entsteht ja ganz viel Platz dadurch dass die Leute dann keine Autos mehr brauchen wir vielleicht nicht mehr diese vielen Tiefgaragen verbudeln müssen als Klimakiller der besonderen Art.
00:25:14: und auf dem Land könnte ja grade das autonome Taxi auch eine ganz neue Moderne bringen die eigentlich weit über das hinausgeht, dass man einfach nur eine neue Art hat sich vorzubewegen.
00:25:27: Also eigentlich könnt es ja auch dazu führen wenn der ÖPNV nicht mehr so das Bottleneck ist sondern dezentral funktioniert in kleinen Ruftaxis, dass die ganze Region noch viel interessanter wird als Wohnort.
00:25:44: spekuliert ihr darauf auch ein bisschen oder wie siehst du da die Zukunft der Mobilität?
00:25:52: Das können wir uns noch gar nicht, oder viele Menschen können sich das noch gar nie vorstellen.
00:25:56: Wir haben im Landkreis ein wirklich tolles Projekt, d.h.
00:25:59: Rosi ist ein Ufbus-System in der Kimsee-Region.
00:26:03: Erklär nochmal wie es genau funktioniert?
00:26:05: Du hast ein Handy und du sagst praktisch ich möchte um fünf Uhr losfahren und ich möchte von hier nach da.
00:26:13: Und dann ist im Hintergrund eine Software die dann die Routen für den Busfahrer berechnet.
00:26:21: Der fährt dann praktisch immer nach seinem Navigationssystem und holt die Leute ab, schmeißt sie raus.
00:26:28: Wie wird es bezahlt?
00:26:30: Kilometer
00:26:31: oder ... Du buchst eine Route, das ist ziemlich günstig aber muss auch stark subventioniert werden.
00:26:36: in Holzkirchen gibt's das auch, das is der Hokey Und das Spannende ist ja da entstehen dann auch so Sachen, da denkste gar nicht dran.
00:26:44: Die Mütter sagen plötzlich Ja Ja, mein Buhr, den Fall immer zum Fußballtraining.
00:26:49: Die bestellen den Hockey, geben ein, wo der hin muss und dann wird er abkohlt und dahin gefahren.
00:26:56: Total genial!
00:26:57: Da sieht man schon mal so im Ansatz was da passieren kann.
00:27:02: Und Bad Vallenbach haben wir z.B.
00:27:04: auch ganz schlechte Busverbindungen gar keinen Zug.
00:27:08: Das sind dann Orte die später viel besser angebunden sind.
00:27:11: Auch wenn du als Senior, klar heute ist einfach ein Taxi noch teuer weil da ist ja ein Fahrer drin Und es wird sich aber alles ändern.
00:27:19: Also Mobilität wird auch viel günstiger.
00:27:22: und weil du das angesprochen hast, diese Tiefgaragen sind wirklich brutal.
00:27:30: Wir haben in Bad Feilenbach einen Stellplatzschlüssel von eins Komma fünf also Eins Komma Fünf Stellplätze.
00:27:39: Also das war ein langer Verhandlungsweg, dass wir da runtergekommen sind auf eins Komma Fünf.
00:27:44: Da gab's den
00:27:45: noch höher gewiesen?
00:27:46: Ja ja, das ist oft auf dem Land höhrt teilweise zwei Eins Komma fünfe und siebzig
00:27:51: also zwei Autos pro Haushalt.
00:27:54: Also erinnere ich mich an eine eine lustige Situation die aber auch die fand ich gut weil dann hat im Gemeinderat ist es diskutiert worden und einer gesagt naja das sind ganz viele Single Wohnungen da leben ja liegt ja nur einer drin, weil wir auf eine kleine Wohnung haben.
00:28:11: Und dann hat ein anderer Gemeinderat gesagt ihr klappt es ja nicht dass die Singles alle Alois sind.
00:28:17: und dann haben wir da derde stimmt auch und funktioniert jetzt aber bestens mit eins Komma fünf.
00:28:24: Wir haben nur für die Tiefgarage nach Bad Feinbach einen kleinen süßen Ort dreihundertfünfzig Tonnen Stahl in diesem Ort reingefahren mit LKWs und in dieser Tiefgarage verbaut.
00:28:40: Und plus den Zement, plus den Beton.
00:28:43: Das ist brutal!
00:28:44: Wenn man das mal ins CO-Zweilast berechnet, ist es keine schöne Zahl, die dabei rauskommt?
00:28:49: Nee, das ist brutal.
00:28:51: Auch jetzt wenn du in die Tiefkaragen reingehst sind sie nicht überfüllt nach... Also da sind eher mal Stellblätzer frei oder es vermietet einer noch einen Stellplatz.
00:29:00: Wir haben jetzt in Holzkirchen Die Winkelbauer Höfe was wir gerade im Bau haben und das auch sehr zukunftsträchtig ist.
00:29:09: Da haben wir ein Stellblatt Schlüssel von Null, sieben.
00:29:13: Die waren sehr innovativ und mutig die haben auch einen S-Bahn Anschluss die haben den Hockey, die haben Busse Und wir haben da glaube ich fünf Carsharing Autos und über zehn Lastenfahrräder.
00:29:26: also gibt es ein richtiges Mobilitätskonzept.
00:29:31: So war die Frage im Rauben, sowohl im Gemeinderat als auch bei meinen Gesellschaftern.
00:29:36: Da hast du ja dann Wohnungen ohne Stellplatz.
00:29:38: Kann man eine Wohnung ohne Autostellplatz auf dem Land verkaufen?
00:29:43: Und wir machen immer so Bürgerinformationsveranstaltungen bevor der Vertrieb startet und dann sind Leute zu uns gekommen und haben gesagt ... Ich will unbedingt die Wohnung ohne Stellplatz.
00:29:57: Die hat gesagt, ich tue alles dafür, dass sich diese Wohnung ohne den Stellplatz bekommen weil ich kein Auto habe und in keinem Fall für neununddreißigtausend Euro einen Stellplatz kaufen, den ich überhaupt nicht brauche.
00:30:07: Und jetzt haben wir nur noch zwei Wohnungen übrig und sind beide mit Stellplätzen.
00:30:12: Also es war dann gar kein Problem.
00:30:14: Es war ein schönes Erlebnis das es dann auch so funktioniert
00:30:18: hat Wie die Winkelbauerhöfe genau aussehen, sprechen wir dann auch gleich noch mal durch.
00:30:25: Ich finde interessant, um Gefühl zu bekommen, warum du das so tust
00:30:30: wie du es tust,
00:30:31: wo du eigentlich herkommst?
00:30:34: Du hast gesagt, du hast Maschinenbau studiert und hast eine Motivation einen intrinsischen Antrieb schönen Lebensraum zu schaffen.
00:30:45: Woher kommt das?
00:30:47: Das kam nicht von Maschinbaustudium!
00:30:49: Nee, dein Lenz ist jetzt nicht.
00:30:52: Also wie du sagst intrinsisch das kommt aus mir raus.
00:30:58: ich könnte es anders gar nicht machen und es eine reine Gefühlsache.
00:31:05: also es ist Intuition und Gefühl.
00:31:07: wenn ich es anders machen würde hätte ich ein schlechtes Gefühl und mir wird's auch schlecht gehen.
00:31:13: also dann wäre ich nicht selbst und mir würd´s nicht gutgehen.
00:31:19: Wir haben das ja in unserem Firmennamen Max von Fredo Baukultur, ist der Begriff Baukultur verankert und Baukulturen hat fünf Aspekte.
00:31:29: Es ist nämlich ökonomisch-ökologisch sozial gut gestaltet mit hoher Prozessqualität.
00:31:35: Das ist so unser Mantra und wir wollen alle fünf Aspekte gleich gut erfüllen obwohl sie natürlich teilweise konkurrierend sind.
00:31:45: Das ist auch so in unserer Firmenstruktur verankert.
00:31:51: Es gibt zum Beispiel für jedes Projekt, es gibt einmal im Monat einen Geofix und da haben wir früher natürlich sowies jeder Immobilienprojektentwickler macht besprochen wo liegen wir mit den Kosten?
00:32:03: Und liegt man in der Zeit?
00:32:05: Und dann haben wir gesagt naja wir müssen die anderen Aspekte abfragen gerade in der Planungsphase wie gut erfüllen?
00:32:12: also wie sozial wird das Projekt?
00:32:15: Wie ökologisch ist das Projekt?
00:32:17: Wie kann man es messen, wie hoch ist die Prozessqualität.
00:32:24: Ist es gut gebaut?
00:32:25: Gut gebaut heißt ja nicht kein architektonisches Meisterwerk, so wie man sich das vielleicht vorstellt, sondern ist es langlebig und ist es gut zu warten.
00:32:34: Es ist ein Stück Kreislaufweg und spielt da alles mit rein.
00:32:41: Ich habe einen Aufsichtsrat im Unternehmen Und da sind zwei Personen drin.
00:32:47: Das ist der Moritz, der ist acht und die Ella, die ist drei.
00:32:49: Das sind meine beiden Kinder, das ist mein Aufsichtsrat.
00:32:52: Echt?
00:32:53: Ist es vertraglich
00:32:54: festgelegt?
00:32:54: Nee!
00:32:56: Mündliche Zusagen... Es ist nicht vertraglig festgelegt, es ist gedanklich festgeglägt weil ich sage immer, ich möchte wenn die erwachsen sind und meine Projekte anschauen dann möchte ich nicht dass sie zu mir sagen hey Papa was hast du denn da gemacht sehr furchtbar sondern ich wünsche mir dass die sagen Hey, du hast damals deiner Zeitwoche aus.
00:33:15: Das war dafür ... dass du das vor zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren gebaut hast, war das echt ganz schön gut und du hast da mal schon verstanden was notwendig war.
00:33:26: Das wünsche ich mir.
00:33:28: Und wenn ich mir das vorstelle, dass meine Kinder das irgendwann anschauen und mir Feedback geben dann denke ich mir, ich muss mir eigentlich noch mehr mehr geben.
00:33:37: Geben die jetzt schon Feedback?
00:33:40: Nee also die Ella sowieso nicht Die ist drei, der Moritz in der Art und Weise, dass er schon mal gerne dann auch auf eine Baustelle geht.
00:33:50: Und sich das anschaut.
00:33:52: Er sagt auch, dass ich mal bei uns arbeiten möchte und Bauarbeiter werden möchte.
00:33:59: Also er hätte schon Lust drauf aber er ist acht.
00:34:02: Der soll nochmal ein bisschen aus sich zukommen lassen, der darf machen, wo darauf hat an... Lust hat, wenn er erwachsen
00:34:08: ist.
00:34:08: Ich wollte auch ein bisschen auf den holistischen Blick kommen, dass der aber sogar den Kinderblick umfasst – das bin ich noch gar nicht gekommen!
00:34:15: Weil eigentlich ja vielleicht eine Stärke in deinem Unternehmen liegt, dass du nicht, wie du schon gesagt hast, der Frankfurter Banker und Investor-Blick bestimmt bist von diesem Blick sondern eher vom Maschinenbau machen kommst mit einem technischen Interesse, aber eben auch vom Hochleistungssport.
00:34:35: Und das ist, finde ich.
00:34:36: gerade hatten wir hier wieder im Clubhouse ein Gespräch mit einem Start-up die im Hochleistungssport junge Fußballer begleiten.
00:34:43: Mit Coachings und da habe ich festgestellt, dass viel Mindsetthema drinnen was eigentlich gut zu den Themen passte, die du auch am Anfang unseres Gespräche des Hartstes von Motivation oder auch Zuversicht aber auch strukturiert zu sein um voranzukommen.
00:35:00: und Du hattest ja durchaus Ich glaub, den einen oder anderen Titelerrungen ... Wie war das?
00:35:05: Europameister im Vielseitigkeitsspringen.
00:35:07: Oder so?
00:35:07: Stimmt das?
00:35:09: Guck dir mich bitte an!
00:35:10: Bayerischer
00:35:10: Meister.
00:35:11: Bayerische?
00:35:11: Okay, okay... Im
00:35:12: Vielseidigkeitzreiten.
00:35:15: Aber
00:35:15: meine Frau ist ja ein Tristbereitenfirma- lege Olympianzigerin und die ... Wir haben den Coach, den Holger Fischer.
00:35:25: Und ich arbeite auch mit der Frau vom Holger, mit der Martina Berger.
00:35:28: Das sind meine Coaches.
00:35:31: Ohne die wäre ich sicherlich, also erst mal nicht der, der ich heute bin.
00:35:35: Und mein Lebensweg wär sicher auch nicht so verlaufen.
00:35:39: Die haben da ganz hohen Anteil... Was heißt
00:35:43: Coach?
00:35:44: Heißt das so Personal Coach nur für den Buddy oder ist es umfassendes mehr?
00:35:49: Nee, da geht schon richtig tief!
00:35:54: Der Holger hat ja mit mir meine komplette Kindheit aufgearbeitet alles
00:35:58: und
00:36:00: er hat mit mir sozusagen auf die Dinge geschaut, die ich schon längst zu weggepackt hatte.
00:36:05: Wo ich die Tür schon längs zugemacht habe und hat mit mir die Tür wieder aufgemacht.
00:36:12: Wir haben dann noch mal hingeschaut in dem Zimmer ein bisschen Ordnung gemacht und man darf nach einer Zeit auch natürlich die Tür also wieder zumachen.
00:36:20: Man muss da nicht dauernd reinschauen.
00:36:23: Und das hat mir brutal geholfen, mein eigenen Weg zu gehen und sich selbst zu
00:36:29: sein.".
00:36:30: und darauf zu vertrauen, dass ich das auch alles in mir habe.
00:36:34: Und der Weg so wie ich den Gehe mein eigener ist, dass er authentisch ist und dass er aber zumindest für mich richtig
00:36:41: ist.".
00:36:43: Weil im Grunde es ja ein wahnsinniger Druck auf dir lastet wenn man sich anschaut, wenn ich mit anderen Bauherren in diesen Zeiten spreche... die alle auf dem Zahnfleisch daherkommen, viele zumindest.
00:36:57: Hitzinslast Baukosten, unklare Weltsituationen und noch dazu haben die Leute alle kein Geld mehr um sich Wohnungen zu kaufen.
00:37:06: zugleich geben die Banken kein Geld her und du hast noch dazu die Situation dass wir eben auch noch... In der Familie hast du mit Kindern eine Frau, die Hochleistungssport macht und auch sich projekte.
00:37:19: Und auch in der Familie wahrscheinlich sehr hohen Druck hast weil das Unternehmen ist ja jetzt nicht von dir aufgebaut worden sondern Quest um es noch mal zu erklären gab's ja schon oder?
00:37:30: Ja also mein Schwiegervater hat die Berndl Büromöbelfabrik gehabt zusammen mit seinem Bruder dem Thomas.
00:37:38: Die haben dann Ende der neunziger Jahre verkauft Und der Klaus hat dann Quest gegründet, so wie ein Family-Office.
00:37:47: Der hat erst mal nur für einen eigenen Bestand eigentlich gebaut und dann kam ich dazu und wir haben dann auch mehr angefangen sozusagen Geschäftsmodell rauszumachen zu bauen und zu verkaufen.
00:38:03: Das
00:38:03: war deine erste Berührung mit dem Bauen?
00:38:07: Ja.
00:38:07: Da habe ich immer noch eine Lücke vom Maschinenbau zum...
00:38:10: Ja, ich war ... Ich war ... ich war im Jahr zwei Tausendzehn, hab' ich da angefangen.
00:38:15: Und in dem Jahr zwei tausendneun ... Das war ja schon so ein bisschen Wirtschaftskrise.
00:38:18: Also da war überall Einstellungsstopp bei BMW und MAN und überall.
00:38:24: Was
00:38:25: für Maschinen hast du denn eigentlich gelernt zu bauen?
00:38:27: Ähm...ich habe Schwerpunkt Produktionsmanagement gemacht.
00:38:31: Da hat er auch promoviert.
00:38:33: Also ich war ganz viel ... Ah also
00:38:34: viele Prozesse!
00:38:35: Viele Prozisse.
00:38:36: Ich war viel in Fabriken ... hab Fabriken, optimiert Materialflüsse, Produktionsprozesse.
00:38:43: Das kann nicht.
00:38:44: Und
00:38:45: ich hab dann... Da musst du auch viel mit Menschen reden weil da arbeiten ja überall Menschen.
00:38:49: das war auch viel Dialog und ich habe da schon viel aus der Zeit mitgenommen aber eine Fabrik ist.
00:38:59: leider muss man eigentlich sagen man könnte ja Fabriksen auch viel schöner machen.
00:39:03: die Fabricken die es heute noch gibt sind nicht so schöne Orte.
00:39:06: Also ich bin da nicht so der Typ für, dass ich dann jeden Tag in der Fabrik bin.
00:39:12: Und ich hab gesagt, nee, ich war ja schon dreißig.
00:39:15: Ich hab dann gesagt, jetzt probieren wir mal was anderes und bin dann zu meinem Schwiegervater zum Klaus, weil mich das irgendwie fasziniert hat und alles andere war grad eh schwierig.
00:39:26: Da habe ich echt eine Leidenschaft entdeckt Ende.
00:39:31: Ich habe das dann komplett übernommen, habe alle Gesellschafteanteile übernomen und hab auch umfirmiert von Quest-Baukultur in Max vom Redo Baukultur Und jetzt ist es so richtig.
00:39:44: also mein eigenes Baby und das genieße ich auch
00:39:47: total super.
00:39:49: Ja jetzt kann man's glaube ich nachvollziehen und auch ein bisschen Gefühl dafür bekommen warum dass eben auch was Besonderes ist, wenn man es jetzt vergleicht mit anderen Projektentwicklern.
00:40:00: Wenn ich mir vorstelle, ich steig da ein und übernehme dann das aus der Familie meiner Frau die noch dazu wahnsinnig erfolgreich ist und ständig werde ich von der bunten fotografiert für vorbildliche Liebesbeziehungen mit der Olympiaspringreiterin.
00:40:17: Da entsteht ja schon ein gewisser öffentlicher Druck – und privat!
00:40:22: Ja also Druck Spannend, ne?
00:40:28: Also es gibt immer... also Druck wird ja als ist ja negativ und Zug.
00:40:35: Es gibt auch das etwas Große ziehen oder du wirst groß gezogen eher so ein bisschen positiv.
00:40:41: Und es liegt auch viel an dir selber wie du's für dich einordnest.
00:40:47: Am Anfang musste ich mich erst mal gewöhnen ja auch an diese ganzen großen Geldsummen die du beim Bauen hast, weil da wendet es dann so liest und klar dann musst du zur Bank und Finanzierung.
00:41:00: Und dann musst ihr unterschreiben dass du bürgst mit deinem Vermögen und so.
00:41:05: also das wird glaube ich auch so unterschätzt wie im mobilen Projektentwickler.
00:41:12: Du musst schon echter für gerade stehen und wenn das schief geht dann hast ja auch echt ein Thema.
00:41:19: und ich weiß noch ich stand damals in Bayern auf dem Klosteranger ein riesiges Projekt Und dann haben die da angefangen und ich hatte sowas ja noch nie so richtig kalkuliert.
00:41:30: Dann waren da irgendwie drei Backe und fünf Lkw, so habe ich mir gedacht oh shit!
00:41:35: Ich bezahl das ja alles und ich hab sowas noch nie ausgerechnet und ich hoffe dass es am Ende irgendwie gut geht.
00:41:43: Da hatte ich schon echt auch manchmal einfach Angst und ich habe aber auch gelernt in der Bürgerbeteiligung in Bayern Das ist ja dann auch noch so absurd.
00:41:57: Du gibst viel Geld aus, du machst viel, investierst viel.
00:42:00: Es ist auch viel Risiko und dann gibst du noch Kontrolle ab an Bürger.
00:42:06: Und da weiß ich noch, mein Schwiegervater hat damals gesagt, wir sind doch nicht wahnsinnig.
00:42:10: Das ist unser Projekt und unsere Wiese.
00:42:12: Warum sollten wir jetzt noch in jemandem mitreden lassen?
00:42:15: Wie gesagt, auch wir müssen das machen!
00:42:18: Das ist gut und das Projekt wird dadurch besser.
00:42:21: und genauso kam es auch ein brutales Vertrauen gewonnen, also in Bürgerbeteiligung.
00:42:29: Und ich sage das auch am Anfang immer in der Bürgerbedeiligung, dass es für mich gar nicht so einfach ist, dass ich mich jetzt hier komplett öffne und komplett zur Verfügung stehe und jeder mit mir reden kann – ich für alle Ideen offen bin!
00:42:44: Es wäre im ersten Schritt einfacher für mich psychologisch, um mich zu vergriechen und das alles selber zu machen.
00:42:53: und dieses sich öffnen ist auch anstrengend.
00:42:58: Aber die Menschen gehen dann damit auch gut um, also die meisten Menschen sind total nett zu mir und bringen gute Ideen ein und zeigen auch Verständnis und die würdigen das auch, dass wir mit ihm sprechen, dass ich dabei bin, dass sie auch mit mir dann ganz normal reden können.
00:43:16: Und du musst einfach deine Kalkulation gut im Griff haben, du musst gute Ideien haben, Produkt, die jetzt gut ist.
00:43:27: Und dann habe ich auch immer ein großes Vertrauen darin rein, dass wir es dann auch gut verkaufen können.
00:43:35: und klar du hast ja auch beim Bauen manchmal große Kostenschwankungen da bist du im Projekt, dann hast du schon Wohnungen verkauft, dann bricht der Ukrainekrieg aus, dann explodieren die Stahlpreise, explodierend die Holzpreise aber irgendwie mit der Zeit.
00:43:51: Also der Peter macht bei mir die ganzen Baustellen im Baumanagement und wir sind schon so richtige Vittaranen.
00:43:59: Wir haben da echt zum Vertrauen rein, dass wir das am Ende immer irgendwie gut hinkriegen.
00:44:04: Und am Ende ist jede Baustelle fertig geworden und irgendwie haben wir es immer geschafft.
00:44:08: Aber man muss sich schon ein bisschen dran gewöhnen und das merke ich dann immer wenn wir junge Mitarbeiter haben, die plötzlich Angst haben.
00:44:18: Er bleibt ganz locker.
00:44:22: Das kriegen wir schon in den Griff des Schachtmanns
00:44:24: und... Also Verantwortung scheust du nicht, sieht man?
00:44:28: Nee!
00:44:29: Weil also Verantwortung was mich interessiert ist Einfluss weil nur wenn ich Einfluß habe kann ich gestalten, kann ich also kann ich in diesen Schöpfermodus kommen.
00:44:42: ohne einfluss geht es ja nicht.
00:44:43: Also hätte ich kein Geld könnte ich ja keine Immobilienprojekte machen ... und würde ich die Verantwortung nicht übernehmen, ... ... könnte ich die Projekte auch nicht machen.
00:44:52: Deswegen ist auch Geld für mich was total Schönes,... ... weil da hat es hilft mir ja in diesen Schöpfermodus zu kommen... ... und dass ich das mache.
00:45:03: Wenn du etwas ändern willst in der Welt oder was erschaffen willst,... ... dann musst du zumindest dafür die Verantwortung übernehmen.
00:45:12: Klar!
00:45:15: Ja in Bayern, mein erstes großes Projekt.
00:45:18: Da ist dann dieses Augustiner Chor-Hernstift steht da also Riesenhistorie toll gebaut das ist der Ortskern.
00:45:28: und habe ich mir auch gedacht Boah wenn ich es jetzt falsch mache, dann mach' hier den ganzen Ort kaputt.
00:45:35: So, das ist schon eine große Verantwortung.
00:45:39: Und das setzt dann auch wieder in mir kräftefrei, dass ich sage noch mal genau hinschauen und vielleicht geht es nochmal besser.
00:45:49: Weil die Verantwortung ist ja... Du hast die Verantwortung für den ganzen Ort, für die Weiterentwicklung des Ortes und du hast Rieseneinfluss auf die Lebensqualität der Menschen.
00:46:00: Ich sag immer, Bauden ist ja total irreversibel!
00:46:04: Wenn du dir ein T-Shirt kaufst, das irgendwie nicht richtig passt oder das dir nicht mehr gefällt, dann schenkst du es weiter.
00:46:08: Oder tust du eine Kleidersammlung?
00:46:09: Ein Gebäude steht im besten Fall irgendwie hundert Jahre oder noch länger.
00:46:15: Wenn wir das nicht gut gebaut haben, dann ärgert sich hundert jahrelang jemand.
00:46:20: Und deshalb sind diese Baukulturtage die ihr veranstaltet.
00:46:23: Im Gasteig dieses Jahr wieder
00:46:26: auch
00:46:27: kein reiner Marketingtrick sondern eigentlich auf einen Selbstzweck wahrscheinlich entstanden aus deinem Wunsch möglichst viel zu wissen, um das Beste mögliche zu bauen.
00:46:39: Sowohl der Baukulturtag als auch des Bau-Kultur-Magazin sind meine beiden Herzensprojekte.
00:46:47: Deswegen sind die nicht richtigen betriebswirtschaftlichen Prenissen unterworfen.
00:46:55: Da wird Geld reingegeben und es ist gut, dass es funktioniert.
00:47:01: Das machen wir gerne.
00:47:03: Und die Motivation war, ich hab mir selber viele Projekte angeschaut.
00:47:10: Als Inspiration weiß das es viele tolle Sachen gibt und ... Ich hab dann aber in den Gemeinderäten oft gemerkt.
00:47:21: Und auch so in der Bevölkerung haben alle gesagt ja, das glauben wir nicht dass das funktioniert oder geht.
00:47:29: Oft werden einfach in unserer Gesellschaft Dinge vom Tisch genommen Die werden verhindert, weil Menschen nicht dran glauben, dass das so geht oder dass es so funktionieren kann.
00:47:41: Und deswegen gibt's am Baukulturtag und im Baukulturmagazin nur Projekte die schon gebaut sind.
00:47:49: Also da wird nix hergezeigt was irgendjemand plant oder vielleicht überlegt hat Sondern nur des was real existiert und was funktioniert.
00:47:58: Weil dann keiner sagen kann, das funktioniert ja nicht, weil es ist ja schon
00:48:01: da!
00:48:03: Positiven Dinge in die Köpfe, was wieder deiner Idee entspricht.
00:48:06: Ja
00:48:06: weil ich will ja dass die das alle nachmachen und dass sie das alle sehen.
00:48:10: und wir haben Architekten am Baukulturtag die Projekte zeigen aber auch Bürgermeister.
00:48:15: also wir haben so tolle Bürgermeister zum Beispiel der Bürgemeister Zepa aus Thürlachhing Das ist ein mini kleiner Ort und er hat einfach Null Euro Budget Und des Gasthaus im Ort.
00:48:31: das war dann geschlossen und halb verfallen Und dann hat er das gekauft.
00:48:36: Dann hat er die Kohle eingesammelt bei der Regierung und hat alles organisiert, hat das Gasthaus saniert und hat noch so einen Dorfsaal dazu gebaut.
00:48:46: Sozusagen sein Wohnzimmer-Version von Thürnachring?
00:48:50: Genau!
00:48:53: Das hat eine Superpower wenn der auf der Bühne steht... ...und da sind noch andere Bürgermeisterinnen oder Gemeinderäte und hören ihm zu und sagen ja.... Wir haben auch ein Gasthaus im Rathundes geschlossen und ja, wir haben auch nur Euro auf dem Konto.
00:49:10: Aber er hat es ja geschafft!
00:49:12: Warum sollten wir das denn nicht auch schaffen?
00:49:15: Und das ist ja so.
00:49:15: diese... Das Mut machen und das ermächtigen und Menschen wieder in diesen Schöpfermodus bringen und zu sagen doch, wir packen das jetzt an, wir kriegen das schon irgendwie hin.
00:49:24: Ja.
00:49:25: Und das is der Sinn vom Baukulturtag und vom Bau-Kulturmagazin.
00:49:30: Spannend.
00:49:33: Wenn man jetzt nochmal diese Ebenen die du kurz angesprochen hast, anschaut was du jetzt wirklich in deinen Bauprojekten machst um jetzt nochmal so wirklich diese Gebäude ein bisschen in die Köpfe der Hörer zu bringen.
00:49:45: Kann man vielleicht mit dem Spinnereipark auch mal diese Punkte durch exzazieren, die dir besonders am Herzen liegen und dann auch noch einmal draufzukommen.
00:49:56: was ist da eigentlich das Problem dass nicht alle so bauen?
00:49:59: Aber gehen wir mal wirklich erst einmal in das Positive.
00:50:02: Ich habe nämlich diesen Spinnereipark kennengelernt bei meiner ersten Trans Alp, als ich mit dem Fahrrad irgendwie ein Kolbamoor vorbeigeradelt bin an der Mangfall entlang und wunderschönes bayerisches Voralpenland.
00:50:14: und plötzlich komme ich also einem Industrieareal vorbei.
00:50:17: und backsteinenmäßige Industriearchitektur des neunzehnten Jahrhunderts sieht so aus zumindest oder Frühen zwanzigsten und es sieht so ein bisschen aus wie im Londoner Westend schön beleuchtet, so ein bisschen im Abendlicht auch.
00:50:32: Und es ist völlig an mir vorbeigegangen, obwohl ich mich ja viel mit Architektur beschäftige, dass dort so ein Projekt entstanden ist.
00:50:40: Erzähl mal was dieser Spinnerei-Park ist?
00:50:43: Also das ist eigentlich die ganze alte Spinnerei in Kölbermoor.
00:50:49: Das war eine Baumwollspinnerei und da ist erst einmal nur ne Fabrik entstanden.
00:50:56: Da war Wasserkraft, da zur Energiegewinnung und da war ein Eisenbahnanschluss.
00:51:03: Und dann wurde diese Baumwollspinnerei da gebaut, mit dem Bau der Baumwohlspinnerei und den Betrieb brauchte man auch Arbeiter...
00:51:11: Wann war das denn der Bau?
00:51:13: Ach jetzt fragst du mich Sachen.
00:51:15: Also das
00:51:16: ist... Das ist... ...Nah, im Schuljahr...
00:51:22: Das war ja auch lange, also eine Fabrik mit Arbeiter-Siedlung.
00:51:25: Das war gar keine Stadt oder Gemeinde.
00:51:28: Das kam dann erst später sozusagen, dass das umgewandelt wurde, dass es ein Rathaus gab und eine Kommune gab ... Und die Baumwollspinnerei, das war wirklich ne Ruine, musste man sagen.
00:51:42: Da gab's dann so Nachnutzungen, da war irgendwie ne Gokartbahn drin.
00:51:46: Also es war wirklich furchtbar!
00:51:51: Das Spannende ist ja die Baumwollspinnerei.
00:51:54: Ist der Ursprungsgrund, warum Kölbermoor existiert?
00:51:59: Also das Herz praktisch.
00:52:00: und wenn das Herz dann kaputt geht... ...das ist irgendwie so dramatisch für die ganze Stadt weil auch das ist ja alles da drum herum gewachsen.
00:52:12: Mein Schwiegervater und sein Bruder haben es dann gekauft des Areal.
00:52:16: Das ist ein Hundert-Achzig Hektar groß.
00:52:19: Ja, das ist schon einfach!
00:52:21: Total.
00:52:22: So wie die Münchner Altstadt
00:52:23: anfing?
00:52:24: Und dann haben sie da angefangen, natürlich jetzt muss ich mich... also hundred-achtzig tausend Quadratmeter, achtzehn Hektar.
00:52:34: So ist es richtig.
00:52:35: Na gut dass du das noch mal
00:52:36: gut hast, sonst
00:52:37: wäre es zu groß gewesen.
00:52:40: und dann haben die da angefang nicht nur zu sanieren sondern zu revitalisieren weil jetzt im Gebäude zu sanierend technisch das mal das eine.
00:52:50: Aber du musst ja neue Nutzungen finden.
00:52:53: Und dann ist eine Studie in Auftrag gegeben worden, wie viele Büroflächen den Inkäubemord gebraucht werden und dann kam halt raus null.
00:53:01: Dann haben die so einen Tag der offenen Tür gemacht wo man ins unsanierte Denkmal reingehen konnte wenn man interessant war für ne Gewerbeeinheit oder ne Wohnung und da kam genau einer!
00:53:13: Das war schon alles damals brutal mutig.
00:53:16: Da
00:53:16: muss man schon stark im Schöpfermodus sein und dann trotzdem weiter zu
00:53:19: machen?
00:53:19: Ja, voller Kanone!
00:53:20: Und das haben die aber... Also haben wir alles hingekriegt.
00:53:25: Der Park der alten Spinnerei, was ganz spannend ist, da gab es nämlich die Willen für die Direktorenfamilien.
00:53:32: also der Direktor in der Spinnerei hat damit seine Familie gemohnt und das waren glaube ich zwei Stück Und für die wurde ein Park angelegt, der war auch umzäunt.
00:53:43: Da waren noch so Schäferhunde rein, dass da nicht einfach wieder reingeht und dann wurde ein Wire angelegt und einen Tennisplatz... ...und dann haben sie sozusagen ihre Freizeit verbracht während die anderen in der Fabrik mal hochfangen.
00:53:54: Das sieht fast aus wie eine Klosteranlage.
00:53:56: irgendwie dieser Park oder?
00:53:58: Ja und den haben wir total verwildert.
00:54:01: Den haben wir dann wieder freigelegt, haben ihn wieder zum Park gemacht Auch ein Bebauungsplan aufgestellt.
00:54:09: Und im Norden darf der Spinnereipark bebaut werden und eigentlich im Südbereich, so zwei Drittel sind weiter Park, den wir dann hergerichtet haben und auch an die Stadt Kolbermoor übertragen haben.
00:54:21: Das ist jetzt alles öffentlicher Park mit Spielplatz-Grünflächen und Weier.
00:54:25: Im Norden dürfen wir bauen.
00:54:31: Da bauen wir mit Benischarchitekten Und die haben da sogenannte Y-Häuser entworfen.
00:54:35: Das ist so ein Arbeitsbegriff, den wir haben, weil es von oben aussieht wie eine Y und du hast praktisch in jedem Flügel auf jedem Stockwerk eine Wohnung, die von drei Seiten belichtet ist mit großen Wohnungen.
00:54:48: Was da faszinierend an dem Ort ist, du hast keinen Anknüpfungspunkt.
00:54:55: Du bist plötzlich in einem Park drin unternehmen das alte Spinnerei.
00:54:59: Normalerweise wenn es jetzt in Oberbayern baust, dann hast du irgendwie eine Altstadt und dann sagen alle das muss ich jetzt an die Altstadt angleichen oder du bist im Dorf.
00:55:06: Das muss jetzt halt dörflich aussehen, Satteldecher mit Dachüberstand und so und so... Und das gibt's da nicht!
00:55:12: Und dadurch bist du architektonisch plötzlich total frei weil da stehen nur so ein Industriedenkmal daneben und ist klar dass du jetzt nicht historisieren da was nachbaust und das sind riesige alte Bäume und drumherum nix.
00:55:25: und dadurch entsteht da gerade etwas Was total faszinierend ist, was so in Oberbayern überhaupt auf dem Land gar nirgendwo
00:55:32: gibt.
00:55:34: Es ist sehr empfehlenswert sich das mal anzuschauen.
00:55:36: Im Internet gibt es auch tolle Fotos oder einfach mal hinzufahren oder dran vorbeizuradeln.
00:55:42: An einem schönen Rad fernweg liegt das Ganze eben auch.
00:55:46: Ja und es ist ein ganzes Quartier da also unbedingt zum Giuseppe, zum Pizzaessen gehen oder zur Berge zu den Kuchenträumen Also Kuchen kaufen, da kann man so viele Sachen machen.
00:55:56: Es ist mega!
00:55:58: Und gerade jetzt eben auch nochmal diese Mischnutzung dass man eben auch wirklich sagt man muss auch versuchen am Land nicht nur Schlafstätte entstehen zu lassen sondern wirklich Lebensräume.
00:56:08: das ist ja was was natürlich jeder gerne sich auch wünscht.
00:56:11: und dann kommt aber auf zu so Themen wie du sie auch beschrieben hast das Gewerbe dann auch oft nicht funktioniert.
00:56:17: ihr habt es versucht bei allen Projekten, die in der Größe sind umzusetzen auch Gewerbe zu integrieren.
00:56:24: Was ist da dein Erfolgsmodell?
00:56:26: Warum gelingt es mit euch?
00:56:27: und hast du noch so ein paar Beispiele?
00:56:32: Winkelbauerhöfe vielleicht?
00:56:34: Ja also das geht nicht immer.
00:56:36: Das geht in dem Maßstab in der alten Spinnerei weil wir da auch selber viel im Bestand behalten haben Wie gesagt, achtzehn Hektar.
00:56:50: Das ist halt einfach riesig und wir haben ja auch eine Mischnitzung in Gebäuden drin.
00:56:56: das ist ja was viele so immobilien Projektentwickler nicht so gerne sehen funktioniert bei uns mega gut.
00:57:01: also du hast den einem gebäude mit einem treppenhaus sowohl wohnen als auch gewerbe Und es war ja früher auch ein ort an dem gearbeitet wurde Und dadurch ist immer etwas los.
00:57:13: mal tagsüber wird gearbeitet morgens abends wochenende wird wird gewohnt und funktioniert total gut.
00:57:22: Wenn wir kleinere Quartiere machen, wie zum Beispiel die Winkelbauer Höfe dann haben wir jetzt zum Beispiel einen Kaffee, ein Inklusionskaffee das wird von der Karitas betrieben.
00:57:34: Wir haben kleine Co-Working Space, wir haben Yoga Raum, wir am Gästezimmer so Gemeinschaftswerkstatt, Gemeinschafsgarten.
00:57:41: Das sind alles Nutzungen, die wir mit einbringen, die die Menschen sehr zu schätzen wissen Und es sind natürlich alles Orte der Begegnung.
00:57:53: Ganz große Frage ist ja, wie wird Wohnen sozial?
00:57:58: Dann wird immer auf das Ökonomische abgestellt.
00:58:01: Es darf nur so ein Sohtreuer sein.
00:58:02: Das ist aber nicht von der Begriffsdefinition her sozial.
00:58:06: Sozial ist Begegenung und Interaktion.
00:58:11: Ich stelle immer die Frage wann hast du's letzte Mal jemand Zufällig, jemand Neues in deinem Wohnzimmer kennengelernt?
00:58:18: Ja noch nie!
00:58:20: Weil da ist ja eine Tür dazwischen, dann kommt er gar nicht einfach zufällig jemand rein.
00:58:24: Du lernst erst zufältig jemand Neues kennen wenn du aus deiner Wohnung rausgehst und dann bist du im Treppenhaus.
00:58:31: Und wenn das Treppen Haus scheuslich ist, dann gehste ganz schnell raus und weiter.
00:58:35: Wo bist du dann?
00:58:36: Dann bist du so in dem Innenhof.
00:58:38: Wenn der Innenhof scheuslig ist, geht es auch ganz schnell weiter.
00:58:41: Dann steigst du in den S-Bahn und fährst nach Schwabing und gehst da in die Kneipe.
00:58:45: Und dann lernste sie Menschen nicht kennen, die mit dir zusammen wohnen.
00:58:47: Deswegen sind diese Orte
00:58:49: dann noch schlimmer.
00:58:50: direkt der Lift in die Tiefgarage.
00:58:53: Und deswegen sind die Orte total wichtig und Treppenhausen muss schön sein, weil da treffe ich meine Nachbarn.
00:58:57: Wenn ich aus dem Haus rausgehe, muss da eine hohe Aufenthaltsqualität sein, denn ich treff auch meine Nachbar und andere Menschen ausm Ort.
00:59:07: Was bringt es dir als Projektentwickler wenn sich deine Mieter treffen?
00:59:13: Dass sie sich wohlfühlen und dass es denen gut geht.
00:59:16: Also, wenn wir Mieter haben oder die Menschen, die bei uns eine Wohnung kaufen und dann vermieten.
00:59:22: Wir haben ja keinen Mieterechsel, wenn sich die Menschen wohlfühlen.
00:59:25: Und ... Die Frage ob du gerne wohnst hängt nicht nur dran was kostet es sondern auch daran ist das schön gestaltet habe ich da Freunde und hab ich dann einen Umfeld wo ich mich aufgehoben fühle?
00:59:45: Natürlich, also bist du auch bereit dafür zu bezahlen.
00:59:48: Ist ja klar!
00:59:49: Weil das ist ja Lebensqualität pur und es haben glaube ich viele noch nicht gecheckt.
00:59:54: Also
00:59:55: das ist nicht nur was Soziales, das ist auch etwas, was ökonomisch ist.
01:00:02: Und total wichtig weil am Ende... Kauft ihr jetzt eine Wohnung oder kaufst du ein Lebensgefühl- oder Lebensqualität?
01:00:12: Oder ein Zuhause.
01:00:14: Das inkludiert es, ja!
01:00:15: Und du willst dann zu Hause kaufen für dich und deine Familie als Paar oder als Single... ...und da spielt das ja alles mit rein.
01:00:25: Also wurde eigentlich in den letzten zwanzig dreißig Jahren ziemlich falsch gebaut, oder?
01:00:31: Oder fünfzehn Jahre?
01:00:33: In den siebziger Jahren gab es doch schon mal so eine Bewegung Mit vielen Gemeinschaftsflächen.
01:00:38: Ich hab so Mietwohnungen aus den Siebzigern, auch in München, die hatten oben sogar ein Schwimmbad.
01:00:45: Das wurde dann alles vergessen?
01:00:48: Wenn du guckst bei uns auf dem Land und den Bauernhöfen war das schon so ... Das hat alles funktioniert.
01:00:55: Wir haben mehrere Generationen unter einem Lach gelebt.
01:00:57: Man hat sich geholfen.
01:00:59: Die Großeltern haben mal auf die Kinder aufgepasst.
01:01:02: Also auf die Enkelkinder.
01:01:04: Und die Alten wurden dann gepflegt, man hat sich selber versorgt.
01:01:07: Also da hat schon total viel gut funktioniert.
01:01:13: Was wir merken ist es reicht nicht aus das hinzustellen also auch ein Bad Fallenbacher Wohnzimmer nur das zu
01:01:23: bauen,
01:01:24: das reicht nicht.
01:01:25: Das nehme ich nur die Hardware und du brauchst Software dazu.
01:01:28: Bei einer Computer ohne Software funktioniert nicht.
01:01:31: Und das sind die Menschen?
01:01:32: Und das ist die Menschen und deswegen gibt's ... in Bad Feinbach auch einen Verein, der gegründet worden wurde.
01:01:38: Wo du mitglied werden kannst und dieser Verein kümmern sich dann um das Wohnzimmer.
01:01:45: Und wir werden auch in den Winkelbauer Höfen einen Quartiersverein gründen weil wir haben so dieses Thema.
01:01:51: Wir haben erst mal als Konstrukt die WIG Wohnungseigentümergemeinschaft total deutsch und da gibt es dann einen Verwaltungsbeirat Und er prüft die Nebenkostenabrechnung.
01:02:03: Er ist also auch nirgendsfalsch ausgegeben oder zu viel, oder zu wenig und es das Gebäude versichert und funktioniert im Müllapferd.
01:02:11: Das machen alles die.
01:02:13: Ich habe immer gesagt ja ich war in München im Studentenwohnheim, im Biedersteiner Studenten-Wohnheim.
01:02:19: und wir hatten so einen, das war der Partyverantwortliche, der gesagt hat hey Leute heute Abend wird gegrillt.
01:02:24: Ein Biedersteiner legendäre Faschingspartyseller.
01:02:30: Dieser Party-Verantwortliche, der hat sich ja um das soziale Leben gekümmert.
01:02:35: Und den gibt's im deutschen WEG-Rechnung nicht!
01:02:39: Deswegen habe ich gesagt okay wir brauchen einen Verein und da sind auch die Mieter drin... weil der Mietern ist ja in der WIG-Versammlung nicht reingesteigend.
01:02:47: Und was schon wichtig ist, dass du Menschen ermächtigst und in dem Verein kann ich Menschen wählen.
01:02:55: Also ich kann plötzlich einen wählen, der ist sozusagen fürs Wohnzimmer verantwortlich.
01:03:00: Ich kann einen wähl'n, der is Ansprechpartner für Carsharing.
01:03:12: Und das ist dann auch demokratisch so aus der Mitte heraus und dann haben die Menschen eine Legitimation diese Rolle auszufüllen.
01:03:20: Aber gibt's überhaupt genug Menschen, die das machen wollen?
01:03:22: Es hat doch keiner mehr Zeit.
01:03:28: Wir haben mehr Menschen, die Zeit haben als jemals vorher in der Geschichte der Menschheit.
01:03:34: Weil wir haben ja so viele fitte Rentner, wir haben so viele Menschen, wie vorher in Rente gehen.
01:03:40: Wir haben so viel Menschen in Teilzeit.
01:03:43: Wir hatten noch nie so viel Zeit wie heute.
01:03:48: Du findest auch genug Freiwillige?
01:03:49: Da lagst du noch nie dran!
01:03:50: Nee und da gibt es ja Leute... Wenn du jetzt mit fünfundsechzig in Rente gehst, so stehst du in der Mitte deines Lebens.
01:03:59: So gefühlt die sind ja total froh wenn sie eine Aufgabe haben und gebraucht werden also dieses Gebrauch werden.
01:04:07: das ist ja total wichtig.
01:04:09: Und eigentlich auch das Dorfgefühl.
01:04:11: ja das theoretisch kann man sich auch wunderbar in der Stadt machen.
01:04:13: was Du gerade beschreibst als Quartier Du machst es aber auf dem Land Und das den Punkt würde ich jetzt auch gerne noch mal ein bisschen verstehen.
01:04:21: dieser, du sagst ja auch bewusst immer wieder liest man auch in Interviews wo du bewusst dich als Landei bezeichnest.
01:04:29: Auch gerade als wir hier auf die Bavaria Towers geschaut haben und während Corona haben alle gedacht irgendwie die Stadt ist am Ende Die Leute wollen alle auf's Land raus.
01:04:41: Jetzt ist wieder so'n bisschen eine Bewegung.
01:04:43: Man sieht es durch die ganzen Apples und Googles die nach München kommen und die Urbanität dass doch München so rausgeputzt wird und begrünt, verschönert wird.
01:04:54: Und wer es sich leisten kann, der zieht in die Stadt.
01:04:58: Sortier uns mal ein bisschen, wo jetzt eigentlich die Zukunft liegt und die bessere Welt?
01:05:06: Für dich!
01:05:07: Das ist Geschmackssache, glaube ich.
01:05:10: Ich bin schon total dankbar, dass ich in einer Stunde in München bin.
01:05:15: Manchmal denke ich mir, jetzt muss ich immer nach München Geh ich mal in die Pinakothek oder die Sammlung Brandhorst.
01:05:21: Das haben wir ja alles auf dem Dorf nicht, um so ein bisschen Urbanität spüren?
01:05:27: Du wohnst dann auf einem Gutshof bei Rosenheim quasi,
01:05:30: ne?
01:05:30: Genau.
01:05:31: Gemeinde Tundenhausen ist
01:05:33: das.
01:05:34: Der Ort heißt Ostermündchen und die Stadt hat schon ... gibt's tolle Sachen in der Stadt.
01:05:41: Hab ja während meinem Studium auch in einer Stadt gewohnt aber ich fühle mich jetzt gerade mit Familien und Kindern total, total aufgehoben.
01:05:54: Und schläft gut ist es ruhig die Luft ist frisch du hast viel Natur und so eine Dorfgemeinschaft.
01:06:03: das erlebe ich jetzt noch mal als Elternteil.
01:06:08: Das ist schon auch was cooles.
01:06:09: also wenn du Ich kenne sowieso meinen Bäcker und den Wirt, den Feuerwehrkommandanten.
01:06:17: Und ich kenn die anderen Eltern von den anderen Kindern.
01:06:22: Dann bist du am Fußballplatz und die F-Jugend spielt.
01:06:25: Dann wirst du wieder Eltern kennen.
01:06:28: Jeder kennt irgendwie jeden so ein bisschen ... Das ist total schön!
01:06:33: Es geht auch kein Kind verloren, weil jeder Erwachsene kennt jedes Kind.
01:06:37: Das hat ja auch was Total ... ... behütend ist.
01:06:41: So, es voll schön weil du kannst halt umgekehrt eigentlich nicht anonym sein das geht nicht.
01:06:48: Also jetzt kann's in München in ein Wirtschaftshaus reingehen keiner kennt dich und ... ... kannst machen was du willst.
01:06:56: bei uns im Dorf gibt's halt nur eine Wirtschaft.
01:06:58: Und wenn ich da hingehe mit meiner Frau dann die meisten kennen wir uns.
01:07:03: Klar hat Vor- und Nachteile aber... tut mir gut und ich beobachte auch in unseren Projekten, dass da viele Menschen gerne aufs Land ziehen.
01:07:18: Und es gibt ja nicht nur München die Millionenstadt und dann irgendwie den kleinen Weiler mit zwei Hundert Einwohnern – da gibts noch ganz viel zwischendrin!
01:07:28: Da gibts eine Stadt Rosenheim, Landsberg, Freisinge, Dachau, Fürstenfeldbrug, das sind ja auch große ... Man würde sagen wahrscheinlich Kleinstädte, aber das ist ja auch richtig urban.
01:07:40: Und dann gibt es so wie die Marktgemeinde Holzkirchen – das ist schon fast eine kleine Stadt, die sich ein bisschen wie in einem Dorf anfühlt.
01:07:48: Da gibt's ja so viele Mischformen und der Übergang ist total fließend zwischen Stadt und Land.
01:07:56: Was ich gar nicht so mag, wenn man sich für eins entscheiden muss oder das gegeneinander ausgespielt wird sind alles Menschen die vielleicht ein bisschen einen anderen Lebensentwurf haben.
01:08:07: Und viele Menschen haben ja schon mal in der Stadt gelebt oder auf dem Land und dann wieder umgekehrt.
01:08:13: Ja, schön!
01:08:14: Wenn man jetzt aber nochmal das Wohnraumthema anschaut, letzter Punkt den ich jetzt gerne noch einmal auch von dir hören würde – wir wollen ja immer auch ein bisschen Beratungsgremium sein für die Entscheider unserer Städte- und Gemeinden in der Region – und alle diskutieren über das Thema Wohnraum?
01:08:33: Wie kriegen wir noch genug Wohnraum her und vor allem bezahlbaren Wohnraum?
01:08:37: Kürzlich wieder Diskussionen mit Frau Merck und dem Planungsreferat in der Reihe Entour.
01:08:45: Es wird von allen Seiten versucht, der Hamburg-Standard wurde dort vorgestellt um einfach ein bisschen die ganzen Normen und Vorschriften zu entmotten.
01:08:55: Wo siehst du denn die größten Probleme jetzt wirklich um Bezahlbarer und schneller mehr Wohnraum zu schaffen.
01:09:03: Also wenn wir mal sagen, Hamburg ist ein Stadtstaat also da wurde sozusagen auf Landesebene so müssen wir praktisch die Parallebene bei Bayern müssten oder was ändern.
01:09:16: es gibt in Bayern den Gebäudetyp E total gut super innovativ hilft mir jetzt.
01:09:24: leider muss man sagen gar nichts weil ich ja an ich verkaufe Einzelne Wohnungen an Privatkunden.
01:09:31: Das ist ein Verbraucher und dann gilt das Werkvertragsrecht nach BGB.
01:09:38: Und dann ist die Frage, wenn ich dir jetzt eine Wohnung verkaufe?
01:09:40: Jetzt kann ich dich aufklären.
01:09:41: Kann ich sagen, Marco, pass auf!
01:09:43: Die Wohnung funktioniert gut aber zum Beispiel Schallschutz ist niedriger und so und so... Wenn dein Nachbar Klavier spielt, dann hörst du das vielleicht.
01:09:53: Dann ziehst du in die Wohnung ein und sagst, oh, das ist mir jetzt aber zu laut.
01:09:57: Damit habe ich ja gar nicht gerechnet.
01:09:58: und dann zehrst du mich vor's Gericht.
01:10:01: Und dann sagt der Richter, ja was sind die anerkannten Regeln in der Technik?
01:10:04: Die berühmten Anerkanterregeln der Techniken.
01:10:07: Das könnt ihr alle merken als Begriff, der da immer wieder das Problem ist.
01:10:12: Da muss man auch fairerweise sagen, sie werden nicht vom Staat gemacht, sondern machen sozusagen die Gesellschaft und Industrie.
01:10:18: Ja oder Lobbyinteressen.
01:10:21: Genau.
01:10:23: Die muss ich dann einhalten also komme mich da gar nicht drum herum.
01:10:27: und dann möchte ich schon sagen... Ja, man sagt auch immer Industrie und Lobby.
01:10:32: Aber das ist einfach in der Gesellschaft selber gemacht.
01:10:37: Weil die Deutschen sind teilweise klagewütig unzufrieden.
01:10:44: Und sie beklagen dann einfach viele Sachen.
01:10:46: Das ist sehr logisch.
01:10:47: Da sagen irgendwann die Gerichte, die Judikative sagt irgendwann, da haben wir so viele Klagen schon auf dem Tisch gehabt weil er seinen Nachbarn hört.
01:10:57: Also da braucht man jetzt mal irgendwie eine Regelung zu.
01:11:00: Und dann wird natürlich auch eine Regelungen dazu gemacht, weil wenn sich alle vertragen und keiner Ärger macht, dann brauchst du ja keine Regeln!
01:11:08: Und dadurch dass es aber immer wieder Ärger gibt, gibt's halt auch viele Regeln damit wir irgendeinen Rahmen haben.
01:11:14: Klar sind wir in Deutschland etwas abgedriftet was einfach überreguliert ist.
01:11:19: Ja also diese berühmten drei bis viertausend Normen die man beim Bauen angeblich
01:11:23: brach.
01:11:25: Die armen Architekten vor
01:11:26: allem Kannst du natürlich alle bei mir abfragen, hab ich auswendet.
01:11:33: Die nächsten vierenhalb Stunden im Anschluss Aber genau also das heißt bei den Themen Normen dann bist Du gefangener und da kann auch die Politik nicht viel machen Außer sie würde des bgb ändern.
01:11:46: Ja da müsste man ans Werksvertragsrecht dran ist aber auch so.
01:11:53: Ich persönlich finde es wird auch ein bisschen überdramatisiert.
01:11:57: Also so schlimm wie Dann Alle sagen Finde ich's Jetzt Gar Nicht.
01:12:00: Ja klar könnten wir auch günstiger bauen, da könnten wir uns schon was sparen.
01:12:06: Aber so schlimm wie das immer dargestellt wird finde ich es gar nicht.
01:12:11: Also gerade beim Brandschutz ist ja oft auch so ein Thema... Ich find die Regeln für einen Brandschatz schon ganz angemessen.
01:12:18: Da geht's um Menschenleben.
01:12:19: Viele der Brandschutzzachverständigen, die ich habe sind auch Feuerwehrleute.
01:12:24: also die wissen auch was passiert eigentlich im Brandfall und wie gehen wir damit um?
01:12:30: für einen, der das erste Mal in seinem Leben baut.
01:12:33: Also wenn irgendein Gast wird jetzt umbaut und sich ein Saal baut... Das ist klar!
01:12:39: Der verzweifelt.
01:12:41: Aber wenn du das jeden Tag machst von Projekt zu Projekt dann muss man auch sagen, dass kann man schon ganz gut den Griff kriegen.
01:12:49: Und ja mal eine positive Sicht auf die Dinge?
01:12:52: Ja und du musst ja auch sagen Wenn was passiert also wenn Leute sterben weil sie verbrennen Dann sagen da auch alle, wie kann das passieren?
01:13:02: Und am nächsten Tag steht ein Politiker vor dem Mikrofon und sagt ich setze mich dafür ein dass die Regeln verschärft werden.
01:13:10: Also so ist ja dann immer der Mechanismus.
01:13:13: Da muss man halt einfach in Deutschland so eine neue Balance finden.
01:13:18: aber wenn es nicht immer fragst also liebst du lieber in einem total unterregulierten Staat oder in einem der ein bisschen überreguliert ist.
01:13:26: Also würde ich immer sagen lieber ein bisschen überreguliert, also weil bevor Gebäude einbrechen und was einfach passiert oder Menschen verbrennen dann ist es halt ein bisschen overregulierter.
01:13:36: Wie kriegen wir denn trotzdem bezahlbaren Wohnraum im erhofften Tempo?
01:13:43: Also Tempo muss man.
01:13:47: fürs Tempo gibt's ja zwei Dinge.
01:13:50: das erste was wir brauchen ist Baugrund also die Verfügbarkeit überhaupt von Grundstücken.
01:14:01: Da war es in der Vergangenheit schwierig, dass der Grund immer mehr wert geworden ist.
01:14:05: Das auch immer noch so, weil du vertust dir nichts wenn du verkaufst oder das hergibst, denn es wird ja noch mehr Wert.
01:14:13: Der Druck, dass du's abgibbst, ist relativ niedrig und wir brauchen dann Baurecht.
01:14:21: Und das liegt bei den Kommunen selber.
01:14:23: Das haben die in der Hand, die berühmte Planungshoheit.
01:14:27: Da könnten die Kommunen noch mutiger sein, wenn sie auch das Wachstum als Qualitätstreiber verstehen.
01:14:35: Gerade im Umland von München haben viele Angst vor Wachstem, weil die sagen da kommen dann Menschen, die sogenannten Zürg-Orsten und was ganz schlimm ist mit dem Münchner Ausland kommen...
01:14:47: Die verändern ja auch die ganzen Wahlergebnisse?
01:14:50: Ja!
01:14:51: Was überhaupt natürlich gar nicht der Fall ist, sondern es funktioniert total... gut und ist auch bereichernd für den Ort.
01:14:57: Wir haben jetzt in Bayern total viele Leute, die sind in Vereinen, die Vorstände von Vereinen mega gut integriert leisten, mega Beitrag zum Ort.
01:15:08: aber zurück.
01:15:09: Die Planungshoheit haben die Kommunen und dürfen Bauland ausweisen.
01:15:16: Also sie haben sozusagen den Fuß am Gaspedal muss man schon ganz klar sagen.
01:15:21: Aber aktuell eher auf der Bremse meinst
01:15:22: du?
01:15:24: Im Moment, ich würde sagen die sind alle sehr vorsichtig.
01:15:29: Es gibt auch viele gute Gründe damit behutsam mit umzugehen auf den eigenen Ort aufzupassen und das zu beachten nicht zu schnell zu wachsen.
01:15:39: und man muss sagen die Kommunen haben ja auch viele dann Infrastruktur kosten weil da brauchen sie vielleicht eine Kindergartengruppe mehr und die Schule muss erweitert werden Und da könnte man sicherlich die Kommunen auch finanziell noch besser unterstützen.
01:15:55: Wenn man jetzt sagt, wir wollen vergünstigt Unraum schaffen und wenn der Kommune sagt was mal auf ihr kriegt von uns sozusagen Geld für die Infrastrukturkosten, die dann dazu kommen, dann wird es sicherlich an einer oder anderen Stelle auch mal leichter gehen.
01:16:10: Die bräuchten einfach auch an vielen Stellen mehr Personal um das alles abzuwicklen.
01:16:16: Wir haben teilweise auch zu wenig Personal, um die ganzen Bewahrungspläne abzuwickeln ist auch zum Teil ein Budget-Thema.
01:16:23: Also da könnte man sicherlich auch beschleunigen.
01:16:26: und was den Bezahlbaren Wohnraum angeht, ist ja auch jetzt im Münchner Umland die soziale Bodennutzung also total angekommen.
01:16:35: ich habe kein Projekt mehr wo ein Bewahrungsplan aufgestellt wird ohne soziale Bodennutzung.
01:16:42: das ist manchmal juristisch komplex aber da gibt es total coole Lösungen.
01:16:48: In Holzkirchen bauen wir Wohnungen für die Gemeinde mit, die die Wohnungen stark verkünstigt von uns abkauft und dazu noch im kommunalen Wohnraumförderprogramm finanziert.
01:17:00: Also ich sage immer wenn ich – also solche Konditionen hätte als Privater, ich würde die ganze Zeit wie ein verrückter Wohnungen bauen.
01:17:07: Und da haben die Kommunen schon echt einen tollen Werkzeugkasten und auch finanzielle Unterstützung, mit der sie gut arbeiten können Auch wenn die Mittel im kronalen Wohnraumförderprogramm gerade ausgeschöpft waren, aber das kommt jetzt wieder.
01:17:23: Das sind die berühmten Fördertöpfe für die Lehrwaren?
01:17:25: Ja.
01:17:27: Sind aber angeblich jetzt wieder Fördergelder da und funktioniert auch wieder.
01:17:32: Klar hat es mit dieser Wirtschaftskrise, das hat mal geruckelt dann geht nicht alles so flüssig weiter wie vorher.
01:17:40: Aber die Kommunen haben schon viel Power Die können einen guten Beitrag leisten Und ich mache auch immer Werbung das Projektentwickler und Kommunen einfach mehr miteinander kooperieren, weil wir Projektentwickel haben ja voll Power in der Umsetzung.
01:17:57: Und es ist ja für mich wurscht, ob ich sechzig Wohnungen baue oder siebzig?
01:18:03: Das macht ja gar keinen Unterschied!
01:18:05: Wir könnten noch vielmehr Dinge für die Kommunen mit übernehmen.
01:18:10: Da tun wir uns dann auch mal ein bisschen schwer im Vergaberecht.
01:18:14: Das könnte man einfach noch ein bisschen vereinfachen.
01:18:17: Alles, dass wir als Projektentwickler und freie Wirtschaft einfach mehr Leistungen für die Kommunen mit übernehmen.
01:18:26: Welche Leistung meinst du?
01:18:27: Also zum Beispiel bauen.
01:18:28: Wir bauen einfach für die Gebäude mit Wohnungen.
01:18:32: Dürfen wir so nicht.
01:18:33: Muss vergeben werden muss ausgeschrieben werden.
01:18:35: also wenn ich jetzt ... wenn ich da jetzt einen Baufeld habe.
01:18:37: Oder die
01:18:37: Schule oder so, die da mitgebaut werden muss?
01:18:39: Ich baue den
01:18:40: Kindergarten in Bad Feinbach-Ginges und Kölbermoor auch... ... weil der Kindergaten mit in dem Gebäude drin ist, das ich bauere.
01:18:49: Dann baue ich es für die mit und die kaufen's mir ab,... ...die brauchen dann aber auch Sondergenehmigungen,... ...weil sie ja eigentlich ausschreiben müssten.
01:18:56: Und da könnten wir so viel mehr erreichen,... ...wenn ich jetzt auf einem Baufeld irgendwie zehn Gebäuden mache... ...und ich baue da zwei oder drei für die Gemeinde mit.
01:19:07: Das wäre ja so easy und die hätten so wenig Arbeit.
01:19:09: Und bei mir läuft es sehr praktisch mit, da hätten wir viel mehr Power.
01:19:14: Ja, interessanter Aspekt!
01:19:16: Schön.
01:19:17: also könnten jetzt ewig weiter reden aber wir müssen langsam zum Punkt kommen und vielleicht kommen wir jetzt an den Punkt wo wir mal über deine Superpower reden wenn man eben sagt du würdest gerne.
01:19:32: ich meine interessant ist ja dass du sowieso wenig Probleme jetzt dargestellt hast die du nicht gelöst.
01:19:37: Du kommst aus deinen eigenen Schaffen heraus.
01:19:41: Aber viele Dinge könnten vielleicht noch etwas reibungsloser laufen und bei der Superpower geht es vielleicht darum zu sagen, was für eine Superpower würde dir helfen um die Dinge noch schneller und reibungsloser Richtung Lebenswert der Quartiere fließen zu lassen?
01:19:57: Also du hast ja gesagt Superpower aus einem Computerspiel.
01:20:02: Das ist interessant.
01:20:03: ich bin ja überhaupt gar kein Computerspieler.
01:20:06: Ich hab tatsächlich mal einen Spiel gespielt und es hieß SimCity.
01:20:09: Das war so in den neunziger Jahren, da hast du so ein Stück Land bekommen und das war unterteilt und dann hast du deine eigene Stadt gebaut.
01:20:20: Und dann musstest du genau das Spiel des Spieles?
01:20:22: Ja!
01:20:23: Das Lustige ist ich habe ja gar nicht mehr daran gedacht um jetzt erst wieder aufgefallen wo du mich gefragt hast.
01:20:28: Dann musste halt genügend Feuerwehrstationen und Polizeistationen bauen und genügt Werbe gewerben und wohnen und so dass alles immer so im Balance ist.
01:20:36: Aber der Witz ist ja, du hast Baugrund ohne Ende zur Verfügung und du hast Baurecht so wie du es selber gern hättest.
01:20:46: Also dann... also wenn ich dieses Superpower in echt hätte wie im Computerspiel, da würde ich ja meine eigene Stadt bauen!
01:20:54: Das träume ich nachzeitlich von, dass ich irgendwie das darf.
01:20:59: Jetzt bleibt's halt bei Dorf teilen oder fast auch schon Stadtteilen oder Quartierende sehr ähnlich.
01:21:06: Aber das wäre natürlich mega.
01:21:08: Ja, super!
01:21:09: Also das Baurecht zaubern zu können wäre vielleicht eine gute Superpower.
01:21:14: und das Bauland Herr Beitz ist da.
01:21:16: zaubern ohne die Natur zu beeinträchtigen.
01:21:21: Sehr schön.
01:21:21: Wir sehen verbringst nicht viel Zeit unnötig tagesaktuelle Nachrichten zu konsumieren, die morgen sowieso wieder anders sind gerade in diesen verrückten Zeiten mit verrücktem Präsidenten auf der Welt, sondern vielleicht liest du ja lieber Dinge die Zeit ... die Langzeitwirkung entfalten können.
01:21:38: und hast noch ein paar Tipps für uns.
01:21:40: Was vielleicht inspirierend an Medien konsumiert werden sollte?
01:21:45: Ja ich hab drei Bücher.
01:21:49: Und ich habe dann auch festgestellt, ich lese ja gar keine Immobilienbücher.
01:21:52: So!
01:21:53: Ich hab verzweifelt nach einem Immobiliemannschluch gesucht aber ich hab keins gefunden.
01:21:58: Also eine total spannende Unternehmerbiografie ist vom Phil Knight.
01:22:03: Das ist der Gründer von Nike, die heißt Shodok und es ist so faszinierend weil er das einfach so ehrlich beschreibt und man fühlt so mit dem mit sein ganzes Unternehmerleben und er stellt sich nicht so hin und hat so ein verklärtes Bild von sich selber wo alles super und toll war und wie er das alles gut hingekriegt hat sondern er erzählt's glaube ich wirklich so wie es war Und dass es auch echt manchmal so auf der Kippe war und schwierig war, wie er's dann gelöst hat.
01:22:32: Das Ganze noch unterhaltsam und humorvoll.
01:22:35: Also wenn man Unternehmer ist, das muss man gelesen haben – das ist so inspirierend!
01:22:41: Dann habe ich vom Eckertolle jetzt, also wo es darum geht einfach im Hier-und-Jetzt zu sein die Vergangenheit zu lassen, die Zukunft zukunft zu lassen weil wir nur in diesem Moment in dem wir jetzt gerade sind, in unserer Schöpferkraft.
01:22:59: Und dann habe ich noch vom Deepak Chopra die sieben Gesetze des Erfolges.
01:23:06: Das ist irgendwie auch ein ganz tolles Buch weil der geht so um diese Gesetzen.
01:23:12: das sind so Lebensgesetze zum Beispiel dieses Gesetz von geben und empfangen und es hat mir auch total geholfen als Unternehmer und auch in meiner Arbeit
01:23:23: gerade in der Arbeit mit Menschen im Gemeinden, denke ich ist das sehr gut übertragbar und anwendbar.
01:23:30: Ja super spannend.
01:23:31: die Tipps verlinken wir natürlich in den Show Notes auch auf mukbuck.de passt auch dazu dass wir im Grunde wirklich mal den Bogen größer gefasst haben und nicht nur über einzelne Baumaßnahmen gesprochen haben und über Geschosshöhen oder Materialien Holz haben wir erwähnt, wird man auch sehen wenn man sich mal ein bisschen durch eure Website klickt beim Thema Holzbau wirklich pionierhaft und bei dem ganzen Thema energetisch.
01:23:58: Und Klima neutral und DGNB zertifiziert natürlich ganz vorne dabei.
01:24:04: aber ich fand besonders spannend auch mal so ein bisschen in das Mindset einzutauchen eines Menschen der in einer Branche unterwegs ist die ja eigentlich in der medialen Öffentlichkeit auch gewohnt ist immer mit dem schwarzen Peter auf der Stirn rum zu laufen Und die auch natürlich vergiftet wurde von vielen Menschen, die in allen Medien waren und zu Recht den Schwarzen Peter auf der Stirn hatten.
01:24:25: Wenn man die ganze Siegnathematik betrachtet, die wirklich die Exzesse der Immobilienwirtschaft uns allen aufs Tablett gekotzt hat und man gesehen hat was alles falsch laufen kann Und dass man aber nicht alles über einen Kamm scheren kann und wie wichtig auch Menschen sind, die sich gute Gedanken machen über Quartiersentwicklungen in unserer Region.
01:24:49: Das hat man heute gehört und gelernt und ich freue mich sehr, dass du da warst Max und uns ein bisschen über deinen Ansatz erzählt hast.
01:24:57: und dieses Transformations-Mindset und diese Schaffenskraft zu kommen – das hat glaube ich jeden!
01:25:06: etwas gegeben.
01:25:07: Das hat, glaube ich, jeder was mit anfangen.
01:25:09: Vielen Dank für diese Einblicke!
01:25:11: Danke für deine Zeit und für die Einladung!
01:25:13: Ja
01:25:14: super!
01:25:15: Das war ein neuer Impuls vom Munich Next Level.
01:25:18: Wir sagen danke fürs Zuhören und hoffen dass du für dich persönlich etwas mitgenommen hast.
01:25:23: Der Podcast wird kuratiert vom Munich NEXT LEVEL dem Think Tank und Innovationsnetzwerk des Stadtmagazins Mockbook.
01:25:30: Wenn du mitwirken möchtest oder mehr über das Projekt erfahren willst findest du alle Infos im Web www.hookbook.de.